Kann ich so gehen? (Eigenproduktion)

„In den meisten Fällen ist die Todesursache eines Menschen sein Leben!“ (Voltaire)

Die freie Theatergruppe Hausmarke präsentiert im September und Oktober 2020 ihre neue Eigenproduktion „Kann ich so gehen?“ – eine Stückentwicklung in der Regie von Sandra Anklam als Stationentheater auf Friedhöfen in Essen, Bochum und Dortmund.

INHALT und RAHMEN

Kann ich so gehen?

Im Titel des Stücks kulminiert die spielerische Auseinandersetzung der 10 Akteur*innen mit ihren Themen: Tod, Sterben, Abschied. Die  Figuren bewegen sich auf ihrer Suche nach Spuren, Strömungen und Sicherheiten assoziativ durch ihr Gelände – dabei treffen sie oft ins Schwarze, schießen auch mal übers Ziel hinaus, fischen gelegentlich im Trüben und fördern meist mehr Fragen als Antworten zutage. Und ganz zum Schluss? Bleibt die Frage, auf die eine Antwort zu suchen sich immer lohnt: Kann ich so gehen?

Nur wenige Phänomene werden wohl gedanklich und kommunikativ so oft ausgeblendet und vermieden wie der Tod. Obwohl Abschied, Sterben und Tod alltäglich zum Leben gehören, wird darüber wenig gesprochen; der Umgang damit ist wenig geübt.

Hausmarke lädt nun zu einer Annäherung ein. Unmittelbar auf Friedhöfen im Ruhrgebiet. Nicht schwer und düster, sondern bunt und lebendig. Ein Stück vom Tod. Ein Stück vom Leben.

ENSEMBLE

Hausmarke ist ein 2008 gegründetes freies Theaterensemble aus dem Ruhrgebiet und besteht derzeit aus 10 Spieler*innen. Die Gruppe unter der Regie von Sandra Anklam machte sich mit Inszenierungen an außergewöhnlichen Spielorten einen Namen – so bespielte das Ensemble mit Friedrich Schillers „Der Parasit“ die Treppenhäuser von Rathäusern und Ministerien. Davor waren es diverse Supermärkte im Ruhrgebiet, die für die Aufführung von Ingrid Lausunds „Hysterikon“ genutzt wurden. In der Produktion „Deadline – Spiel mir ein Stück vom Tod“ waren schon einmal ein Beerdigungsinstitut, eine Trauerhalle und ein Kolumbarium Spielstätten, um das Thema Leben und Tod zu verhandeln.

In ihren ortsspezifischen Bespielungen ist immer ein öffentlicher Raum Ausgangspunkt der Theaterarbeit – die Theatermacher*innen verlagern ihre Inszenierungen an nicht-theatrale Plätze und spielen so auf eine besondere Art mit der Wirkung dieser Orte und der Erwartungshaltung der Zuschauenden.

Hausmarke gelingt es durch seine ungewöhnliche Aufführungspraxis immer wieder, soziale und kulturelle Festschreibungen zu dekonstruieren und lädt so zu Perspektivwechsel und Dialog ein.

REGIE

Sandra Anklam (*1972 ) arbeitete von 2002 bis 2018 als Theaterpädagogin und Regisseurin am Jungen Schauspielhaus Bochum und entwickelte dort Theaterproduktionen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Sie inszeniert für verschiedene Theaterhäuser und -festivals im Ruhrgebiet hauptsächlich Formate jenseits von klassischen Theaterräumen, so z.B. in der JVA Bochum oder in psychiatrischen Kliniken. Sie ist Preisträgerin des Wettbewerbs Kinder zum Olymp!2010 der Kulturstiftung der Länder für „Just do it“ mit Bochumer Hauptschülern, das in Zusammenarbeit mit Martina van Boxen am Schauspielhaus Bochum entstand. 2012 wurde sie für zwei ihrer Produktionen am Schauspielhaus Bochum und bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen mit dem Anti-Stigma-Preis der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde ausgezeichnet. Sandra Anklam ist Fachbereichsleiterin und Dozentin für Theater, Systemische Theaterpädagogik und Performance an der Akademie für kulturelle Bildung, Remscheid.

REGIE

Regie: Sandra Anklam

Regieassistenz: Frieda Lüttringhaus

ES SPIELEN

Verena Hinz, Christian Oberberg, Ramona Pöpping, Alexandra Polaszyk, Regina Röger, Freia Rosenkranz, Waltraud Scharfen, Alexandra Stauch, Hans Twittmann, Adnan Zecevic

MOBILES EINSATZKOMMANDO

Lotti Beckmann, Marie Brodowski, Anna Brodowski, Sascha Erwin

TERMINE

12. September 2020 um 16.30 Uhr – Premiere
Friedhof/Kriegsgräberstatte der LVR Klinik Bedburg Hau (Kartenreservierung, Wegbeschreibung und weitere Informationen direkt beim Theater Mini-Art: Theater mini-art – Kinder- und Jugendtheater

20. September 2020 um 12 und 15 Uhr
Hauptfriedhof Bochum, Immanuel-Kant-Straße 52, 44803 Bochum

27. September 2020 um 12 und 15 Uhr
Ostfriedhof Essen, Saarbrücker Straße/Steubenstraße, 45138 Essen

4. Oktober 2020 um 12 und 15 Uhr
Hauptfriedhof Dortmund, Am Gottesacker 25, 44143 Dortmund

11. Oktober 2020 um 12 und 15 Uhr
Park von Haus Weitmar (Sylvesterkapelle), Schloßstraße 1a&3a/Nevelstraße 29c, 44795 Bochum

RAHMEN

Dauer: ca. 65 Minuten, keine Pause

Kartenreservierungen

12 EUR/10 EUR (ermäßigt)

Die Vorstellungen finden unter den aktuell geltenden Corona-Auflagen draußen statt – bei Wind und Wetter. Bitte kleiden Sie sich wettergemäß!

Kontakt: Sandra Anklam: theater_machen@yahoo.de

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